Kaum ein Durchkommen: Celia Okoyino da Mbabi  © Bongarts/GettyImages
Kaum ein Durchkommen:
Celia Okoyino da Mbabi

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit einem torlosen Remis in die EURO 2013 in Schweden gestartet. Gegen die Niederlande kam die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid in ihrem Auftaktspiel der Gruppe B trotz größerer Spielanteile nicht über ein 0:0 hinaus.

Vor 8861 Zuschauern in Växjö war der stark verjüngten deutschen Auswahl (23,5 Jahre im Durchschnitt), die ohne die verletzten oder kranken Kim Kulig, Viola Odebrecht, Verena Faißt, Babett Peter, Linda Bresonik und Alexandra Popp zur Endrunde reisen musste, in der Anfangsphase die Nervosität anzumerken. Im Spielaufbau tat sich der Titelverteidiger zunächst schwer, Celia Okoyino da Mbabi hatte in der siebten Minute freistehend ein Tor auf dem Fuß.

Niederlande hat mit Kontertaktik zunächst Erfolg

Die defensiv ausgerichtete Kontertaktik der Niederländerinnen, die es bei der EM vor vier Jahren immerhin ins Halbfinale geschafft hatten, ging voll auf. In der 17. Minute wäre Oranje durch einen Distanzschuss von Lieke Martens sogar fast in Führung gegangen. Fünf Minuten später musste Torhüterin Nadine Angerer bei einem Kopfball von Kirsten van de Ven erneut parieren (22.).

Deutschland vs. Niederlande

Doch auch weiterhin bestimmte die DFB-Auswahl das Spielgeschehen. In der 29. Minute sorgte Nadine Keßler wieder für Gefahr vor dem holländischen Tor, ihr Schuss wurde aber in letzter Minute geblockt. Kurz vor der Pause hatte Dzsenifer Marozsan dann die ganz große Chance zur Führung, spitzelte den Ball aber freistehend knapp am Tor vorbei (44.).

Deutschland müht sich, Angerer rettet

Die zweite Halbzeit begann mit erhöhtem Druck der deutschen Mannschaft. Die für Nadine Keßler eingewechselte Simone Laudehr setzte mit einem 25-Meter-Schuss gleich für das erste Ausrufezeichen, zielte allerdings etwas zu hoch (47.). Auch ihr Kopfball wenige Minuten später war nicht gut genug platziert (50.).

Aktivposten im deutschen Mittelfeld: Lena Goeßling wird attackiert  © Bongarts/GettyImages
Aktivposten im deutschen Mittelfeld:
Lena Goeßling wird attackiert

Die Niederländerinnen überstanden die erste Drangperiode aber ohne Schaden und befreiten sich mit ihren schnellen Spielerinnen wieder etwas besser aus der Umklammerung - und hatte in der 62. Minute die größte Chance des Spiels, als Manon Melis alleine vor Angerer auftauchte, diese aber den Rückstand mit einer glänzenden Fußabwehr verhindern konnte.

Mittag im letzten Moment gestoppt

Oranje gewann in der Folge mehr und mehr die Oberhand, weil dem deutschen Team vor allem im Mittelfeld ein wenig die Ordnung verloren ging. In der 79. Minute dann endlich wieder eine gefährliche Szene der deutschen Frauen, doch die davongestürmte Anja Mittag wird im Strafraum entscheidend gestört.

In der Schlussphase versuchte die eingewechselte Melanie Leupolz aus der Distanz ihr Glück, aber auch sie blieb ohne Fortune (84.). Nun warf die Neid-Elf noch einmal alles in die Waagschale und hatte in der 88. Minute bei einem Freistoß aus 18 Metern die Siegchance, Okoyino da Mbabi setzte das Spielgerät aber in die Mauer.

Quelle: DFB