Angeführt von einer starken Dzsenifer Marozsán hat die deutsche Nationalelf mit einem klaren Sieg gegen Gastgeber Japan das Finale der U20-WM erreicht. Dort geht es am Samstag, 8. September, (ab 12.15 Uhr live auf Eurosport) in einer Neuauflage des Vorrundenspiels gegen die USA, Japan spielt gegen Nigeria, das den USA mit 0:2 unterlag, um Platz 3 (live ab 8.30 Uhr auf Eurosport).

Beim 3:0 (3:0)-Sieg vor 28 306 Zuschauern, darunter Frauenfußball-Direktorin Steffi Jones, im Nationalstadion von Tokio erwischte die DFB-Elf einen Auftakt nach Maß.

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Leupolz sorgt für Blitzstart
Denn nicht einmal eine Minute war gespielt, da schüttelte Marozsán unweit der Mittellinie drei Gegenspielerinnen ab und legte den Ball zentimetergenau in den Lauf von Melanie Leupolz, die nach nur 56 Sekunden mit einem platzierten Schuss für Jubel im deutschen Lager sorgte (1.).

Marozsán mit Gefühl
Die DFB-Elf stand kompakt und arbeitete konzentriert in der Defensive, so dass das Aufbauspiel der Japanerinnen nicht zur Entfaltung kam. Und noch nicht einmal eine Viertelstunde war gespielt, da baute Marozsán mit einem geschickten Heber die Führung aus, nachdem sich Japans Abwehrspielerin Shiori Kinoshita nach einem weiten Schlag von Leonie Maier verschätzt hatte (13.).

Melanie Leupolz

Melanie Leupolz brachte die DFB-Elf nach nur 56 Sekunden in Führung © Nora Kruse / ff-archiv.de

Sechster Turniertreffer für Lotzen
Nur sechs Minuten später zappelte der Ball erneut im Netz der Japanerinnen, Lena Lotzen gelang nach Ecke von Marozsán per Kopf das 3:0 und ihr bereits sechster Turniertreffer (19.). Die Japanerinnen kamen kaum einmal gefährlich vor das deutsche Tor, ein Kopfball von Mina Tanaka war die einzige Chance der Asiatinnen in der ersten Halbzeit (21.), doch die deutsche Mannschaft hatte die Partie unter Kontrolle.

Japan mit mehr Schwung
Die Japanerinnen kamen allerdings mit mehr Schwung aus der Kabine, bei der DFB-Elf ließ ob der Drei-Tore-Führung die Konzentration ein wenig nach. Torhüterin Laura Benkarth konnte sich bei einem Schuss von Asuka Nishikawa auszeichnen (52.), im Gegenzug ging ein Leupolz-Schuss aus 18 Metern nur knapp über das Tor.

Benkarth hält die Null
Die Gastgeberinnen agierten weitaus druckvoller als in Halbzeit eins und kamen folgerichtig zu weiteren Chancen, Hanae Shibata traf jedoch aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (61.). Auch die eingewechselten Kumi Yokoyama und Ayaka Michigami kamen einem Ehrentreffer nah, doch Benkarth war auf dem Posten (74.). Kathrin Hendrich hätte das Ergebnis für die DFB-Elf in der Schlussphase in die Höhe schrauben, doch sie traf den Ball nicht richtig (84.) und so blieb es beim 3:0-Sieg, der durch drei Treffer binnen 19 Minuten unter Dach und Fach gebracht wurde.

Zufriedene Meinert
“Ich bin stolz auf meine Mannschaft und freue mich sehr, dass wir im Finale sind”, so Meinert. “Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung, die meine Mannschaft in diesem Spiel gezeigt hat. Wir haben uns diesen Sieg und den Einzug ins Finale hart erarbeitet. Ich muss dem kompletten Team ein großes Kompliment machen. Alle haben defensiv hervorragend gearbeitet, und nur so war es möglich, gegen die Japanerinnen zu bestehen. Wir haben uns das Finale verdient. Es macht einfach Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten und Erfolg zu haben.”

Erneut gegen die USA
Die deutsche Mannschaft ist weiter ohne Gegentreffer im Turnier und wird nun zum zweiten Mal im Turnierverlauf auf die USA treffen, gegen die zum Abschluss der Vorrunde ein 3:0-Sieg gefeiert werden konnte.

Quelle: Womensoccer