Melanie Leupolz (r.) trifft gegen die USA: Jetzt wartet Norwegen im Viertelfinale  © Bongarts/GettyImages

Melanie Leupolz (r.) trifft gegen die USA: Jetzt wartet Norwegen im Viertelfinale

Es gilt als eines der wichtigsten Spiele im Turnierverlauf: Das WM-Viertelfinale ist der Scheideweg. Wer gewinnt, bleibt bis zum Ende im Turnier, da auch bei einem Scheitern im Halbfinale noch das Spiel um Platz drei und Bronze winken. Der Verlierer muss dagegen die Heimreise antreten. So verhält es sich auch bei der U 20-WM der Frauen in Japan.

Am Freitag (ab 9 Uhr, live auf Eurosport) trifft die DFB-Auswahl im Viertelfinale von Saitama auf Norwegen. Die Mannschaft von Trainerin Maren Meinert hat die Gruppenphase souverän gemeistert, schloss am Ende vor den hoch gehandelten USA als Erster ab - und das ohne Gegentor.

5:0-Testspielsieg ist kein Maßstab

Eine Leistung, die Selbstvertrauen gegeben hat, das Team allerdings nicht blauäugig werden lässt. "Jetzt fängt alles wieder bei Null an", bekräftigt etwa Defensivspielerin Leonie Maier. Der Gegner ist bekannt, immer wieder standen sich beide Teams gegenüber, zuletzt Mitte Juli in Aschaffenburg, als die DFB-Auswahl 5:0 gewann.

Kein richtungweisendes Ergebnis, meint Assistenztrainerin Bettina Wiegmann: "Das ist jetzt ein völlig anderes Spiel als das Testspiel. Hier geht es darum, wer kommt weiter und wer geht nach Hause. Wir glauben aber, dass wir intelligente Spielerinnen haben, die damit umgehen können. Sie wissen, dass sie in einem WM-Viertelfinale, einem K.o-Spiel, von der ersten Minute an konzentriert sein müssen. Entscheidend wird sein, wer die bessere Einstellung hat."

Meinert:

Meinert: "Unangenehmer Gegner"


"Norwegen ist ein sehr unangenehmer Gegner"

Auch Cheftrainerin Maren Meinert warnt vor dem Gegner: "Norwegen war schon in der Vergangenheit ein sehr unangenehmer Gegner für uns. Sie haben wie wir bislang acht Tore bei dieser WM erzielt, das haben wir sehr wohl registriert. Das ist eine sehr gut angreifende Mannschaft, die oft mit langen Bällen agiert und einige kopfballstarke und technisch versierte Spielerinnen in ihren Reihen hat. Ich betrachte die Ausgangslage als ausgeglichen."

Norwegen betrachtet sich selbst zwar als Außenseiter, hat sich aber durch den Einzug ins Viertelfinale jede Menge Selbstvertrauen geholt. Vor allem das 2:1 gegen Kanada im entscheidenden Spiel um Gruppenplatz zwei hat dem Team von Trainer Jarl Torske Auftrieb gegeben. Das Rezept, um die Skandinavierinnen zu besiegen: Aus einer kompakten Abwehr heraus, so Meinert, soll erneut "unser kreatives Angriffspiel aufgezogen" werden.

Quelle: DFB