Trikots, Tränen  & Triumphe

  Wie alles begann.............


Teil I 

Die Idee, Mädchen- und Frauenfußball bei Borussia Mönchengladbach zu installieren, wurde von einigen Borussenfans im Jahre 1994 geboren.

Speziell Silke und Holger Spiecker waren die treibenden Kräfte bei der Realisierung und Umsetzung dieser Vorstellung, wobei Silke zu diesem Zeitpunkt schon 20 Jahre sehr erfolgreich Fußball gespielt und es in verschiedenen Vereinen bis in die Regionalliga geschafft hatte. Erfahrungswerte, die bei Borussia Mönchengladbach ihren Höhepunkt erfahren sollten.

Doch es dauerte noch bis Mitte 1995, ehe man bei Borussia Mönchengladbach eine ausreichende Plattform für den Frauenfußball geschaffen hatte. Die Gegner dieser immer populärer werdenden Sportart erwiesen sich als sehr einflussreich, doch mit der Unterstützung des damaligen Managers der Borussia, Rolf Rüssmann (+), konnte man auch den Vorstand überzeugen und meldete für die Saison 1995/1996 eine U16 7er- und eine Frauenfußballmannschaft, die in der Kreisklasse startete.

Konnte man bei den Frauen von Anfang an auf einen Spielerkader zurückgreifen, der groß genug war, ohne Probleme in der Kreisklasse mitzuhalten, steigerte sich das Interesse der Mönchengladbacher Mädchen. bei Borussia Fußball zu spielen, erst im Laufe der Saison, dann jedoch gewaltig.

Innerhalb kürzester Zeit stieg die Zahl der jüngsten Spielerinnen von neun auf über zwanzig an, was dazu führte, dass der jeweilige Trainer große Probleme bekam, alle Spielerinnen in einen geregelten Spielbetrieb einzuführen.

Bei den Spielen, in der Regel sieben gegen sieben. in der Breite des Spielfeldes auf Jugendtore, sahen unsere Mädchen von Anfang an gut aus. Nur die schon etwas professioneller auftretenden Mannschaften konnten Siege gegen die „Mini-Ladies“ erzielen.

Das erste offizielle Freundschaftsspiel wurde von den Mädchen jedoch erfolgreich entschieden, ein klares 5:2 gegen die Mannschaft von Übach-Boscheln ließ das Selbstbewusstsein merklich steigern.

Bei den Frauen wurde das erste offizielle Spiel nicht ganz so erfolgreich bestritten. Ein 0:12 bei der sehr erfahrenen Verbandsligatruppe von Concordia Goch brachte jedoch die Erkenntnis, dass die (...Frauen-...) Fußballträume nicht in den Himmel wachsen.

Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der „Borussia-Ladies“-Historie musste mit leichten, aber auch schweren Rückschlägen gelebt werden, so zum Beispiel der Schwangerschaft, wobei dies natürlich nur rein sportlich gesehen werden darf, von Silke Spiecker, die nur ein einziges Mal im ersten Jahr der „Borussia-Ladies“ sportlich eingreifen konnte, hier jedoch sehr erfolgreich.

Beim ersten Meisterschaftsspiel in der Kreisklasse gegen die Mannschaft vom BV Wevelinghoven wurde sie (...zu diesem Zeitpunkt im dritten Monat schwanger...) kurz nach der Halbzeit beim Stande von 1:3 eingewechselt und schoss beide Tore zum Endstand von 3:3, der erste Meisterschaftspunkt in der Geschichte der „Ladies“.

Aber auch das Trainerproblem wurde erst im Laufe der Saison gelöst. Eigentlich hatte man die Zusage eines regionalligaerfahrenen Trainers, der jedoch zwei Stunden vor der ersten Trainingseinheit aus recht mysteriösen Gründen absagte.

Der erste Trainer der Frauenmannschaft, Eddy Beyß,...

Teil II

...konnte sich trotz kompetenter Fachkenntnisse nicht durchsetzen. Gleiches galt auch für Christoph „Bulli“ Buhleier, der im Laufe der Saison 1995/1996 von Roland „Hotte“ Schwatze abgelöst wurde, ein Schritt, der für den Frauenfußball bei Borussia Mönchengladbach von nachhaltigem Erfolg gekrönt war.

Im Laufe der nächsten Jahre trainierte „Hotte“ nicht nur die Frauenmannschaft, sondern übernahm auch die Verantwortung bei den Mädchen , wobei die Erfolge bei beiden nicht lange auf sich warten ließen.

Übrigens wurde die gesamte organisationstechnische Abwicklung des Spielbetriebs zu diesem Zeitpunkt von Holger Spiecker bearbeitet.

Sportlich konnten die „Ladies“ im ersten Jahr mit einigen guten Ergebnissen aufwarten. Als erstaunlichstes dabei das 1:1 gegen den späteren Aufsteiger SV Hemmerden, übrigens dessen einziger Punktverlust während der gesamten Saison..., aber auch das Erreichen der dritten Runde im Pokalwettbewerb (...unglückliches Ausscheiden durch einen unberechtigten Elfmeter in der letzten Minute...) gegen den Verbandsligisten Bottrop-Batenbrock konnte als Erfolg gewertet werden.

Am Ende der Saison schlossen die Frauen mit einem...

Teil III

........ hervorragenden vierten und die Mädchen mit einem fünften Platz ab.

In der darauffolgenden Saison konnte man dann erstmals eine zweite Mädchenmannschaft für den Spielbetrieb melden, eine U14 sowie erstmals eine U16 11er-Mannschaft zeigten den nach oben gehenden Trend bei Borussia Mönchengladbach, Mädchenfußball zu spielen.

Tja, und die Frauen feierten in dieser Saison den bis dato größten Erfolg in der jungen Geschichte des Frauenfußballs bei Borussia Mönchengladbach – mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden, ansonsten nur Siegen konnte am Ende knapp, aber verdient der Aufstieg in die Landesliga gefeiert werden.

Vor allem der 3:1-Sieg gegen den großen sportlichen Stadtrivalen FSC Mönchengladbach ging als eines der aufregendsten und besten Spiele in die Geschichte des Frauenfußballs bei Borussia Mönchengladbach ein, das ganze übrigens vor ca. 400 Zuschauern !

Und auch das erste Jahr Landesliga wurde fast mit........

Teil IV

........ einem Aufstieg beendet, erst im Relegationsspiel gegen Glück-Auf Sterkrade aus Oberhausen wurde dieser Durchmarsch verhindert, ein Spiel welches nach einem 0:2-Rückstand und dem späteren 2:2 erst in der Verlängerung unglücklich mit 2:3 verloren wurde.

Bei den Mädchen konnte der größte Erfolg nach einigen vor allem personellen Problemen im Jahre 1999 mit dem Aufstieg in die Niederrheinliga gefeiert werden - mittlerweile besaß man einige hoffnungsvolle Talente in den eigenen Reihen.

Leider erlitt der Mädchenfußball im Jahr 2000 einen herben Rückschlag, da auf Grund menschlicher Schwierigkeiten bzw. Enttäuschungen die erfolgreiche U16 aus der Niederrheinliga zurückgezogen werden musste und nicht genügend Spielerinnen zur Meldung einer Mädchenmannschaft beisammen waren.

Bei den Frauen sah es wesentlich positiver aus, konnte doch am Ende der Saison 1999/2000 der bisher größte sportlich Erfolg gefeiert werden. Der Aufstieg in die Verbandsliga wurde mit 18 Siegen aus 18 Spielen........................

Teil V
.............................. mehr als souverän geschafft.

Das erste Jahr in der Verbandsliga verlief sehr erfolgreich. Im ersten Halbjahr der Saison spielten die Frauen immer um die Tabellenspitze mit, erst in der Rückrunde konnte sich der SV Brünen von den Fohlinnen absetzen. Die erste Verbandsligasaison wurde 2001 mit einem hervorragenden zweiten Platz noch vor der Reservemannschaft des Bundesligisten FCR Duisburg abgeschlossen. Auch in der folgenden Saison spielten die Frauen Borussias eine gute Rolle in der Verbandsliga und beendete die Saison dieses Mal auf Platz 3.

Zur Saison 2002 / 2003 gab es einige Änderungen im administrativen Bereich des Frauenfußballs. Der Gründer der Abteilung, Holger Spiecker wollte sich zurückziehen und suchte einen Nachfolger für seine Aufgaben. Er wurde im Umfeld des Frauenfußballs fündig, in überfallartiger Manier wurde Robert Deußen gefragt und mehr oder weniger sogleich involviert und vorgestellt. Bei der Mannschaft bereits als Fan der ersten Stunde bekannt, wurde er nach kurz gewährter Bedenkzeit auch gleich im Verein vorgestellt. 

Gleichzeitig übergab Holger Spiecker das interimsmäßig ausgeübte Traineramt an Thomas Schnitzler weiter, der mit Rene Meurer auch einen Co-Trainer mitbrachte. Die Saison startete gut, doch zur Winterpause musste Borussia die Zusammenarbeit mit Trainer Schnitzler beenden. Bis schließlich Mitte März mit Fritz Claeren ein neuer Trainer für die Frauenmannschaft gefunden wurde, übernahm der bisherige Co-Trainer Meurer die Mannschaft. In der Meisterschaft endete die Saison mit einem fünften Platz. Trotzdem wurde in dieser Saison der bis dahin größte Erfolg durch den Gewinn des FVN-Pokals im Frauenfußball erreicht. Mit teilweise zweistelligen Siegen (18:0 und 11:2) marschierten die Borussia-Ladies ins Finale, welches am 29.05. auf der Lürriper Sportanlage am Gierthmühlenweg gegen den Zweitligisten GSV Moers stattfand. Nach einem dramatischen Spiel, unter anderem verschoß der Gast einen Foulelfmeter, siegten die Borussinnen schließlich verdient mit 2:1 und konnten den Pokal entgegennehmen!

Die folgenden Saison 2003/2004 stand unter keinem guten Stern. Alle hofften auf einen Knüller im DFB-Pokal, doch dann kam Mitte Juli die Ernüchterung. Statt der ersten Runde im DFB-Pokal gab es eine Vorrunde, in der wir gegen den niedersächsichen Zweitligisten Victoria Gersten gelost wurden. Entsetzen machte sich breit, als man auch noch auf den Spieltermin schaute, noch mitten in den Sommerferien gelegen, sollte es schon losgehen. So mussten wir letztlich froh sein, überhaupt 12 Spielerinnen für dieses Spiel zusammen zu bekommen. Dementsprechend ging das erste Spiel auf Bundesebene der Frauen Borussias mit einer deutlichen 0:8-Niederlage in die Binsen. In der Meisterschaft belegten die Borussia-Ladies wieder einen unspektakulären Mittelfeldplatz und im Niederheinpokal reichte es diesmal auch nur bis ins Halbfinale.

Doch es gab ja inzwischen auch wieder Mädchenfußball bei Borussia, den wir nun betrachten wollen:
MÄDCHENFUSSBALL WIEDER BEI BORUSSIA!
 
Im Jahr 2000 wurde es ein wenig ruhig auf der Bühne des Mädchenfußballs, und somit mussten die treuen Anhänger bis August 2003 warten, bis die "jungen Wilden" wieder die Schuhe für Borussia schnürten. Aber fangen wir von vorne an: 
Mitte 2002 hatte Initiatorin Martina Seho die Aufgabe übernommen, Mädchenfußball wieder bei der Borussia salonfähig zu machen. Es wurden viele Kontakte geknüpft und auch schon einmal Spielerinnen auf irgendwelchen Parkplätzen angesprochen. Es war wie eine Droge, nämlich die Droge Fußball. Es wurden weitere "Süchtige" gesucht, die dem Duft des Mädchenfußballs folgten. Jedoch gestaltete sich dieses Ansinnen von Martina als sehr schwierig.
Zwischenzeitlich konnte mit Gilian Ayitey ein weiterer "Süchtiger" aktiviert werden, getreu dem Motto: "Keine Macht den Drogen", sondern nur Sucht nach der sportlichen Droge.
 
Es konnte erst nur trainiert werden, da ein Spielbetrieb noch nicht zulässig war, zumal die Saison schon gestartet wurde. Es blieb bei Trainingseinheiten auf der Anlage am Volksgarten. Dann war es soweit: Das erste Spiel (ein Freundschaftsspiel) sollte stattfinden. Alle, die alleine gehen konnten, begleiteten das Team zum Freundschaftsmatch in Schaag. Es gab zwar eine Niederlage, jedoch sollte dies nur eine untergeordnete Rolle spielen. Als Zuschauer war nicht nur die komplette Frauenmannschaft um Trainer Fritz Claeren zugegen, auch der Trainerstab der DJK/VFL Giesenkirchen, Thomas Boss und Jürgen Meis waren zu Gast, um sich ein Bild der Mannschaft zu machen. Thomas Boss hatte seine Bedenken, doch Jürgen Meis nahm die Herausforderung an und reihte sich in die Trainergilde der Borussia ein. Das Spiel fand an einem lauen April Tag des Jahres 2003 statt, und niemand konnte ahnen, dass dieses der Startschuß für einen strukturierter Aufbau im Mädchenfussball werden sollte. Nach einem Turnier an gleicher Stelle (mit einem guten zweiten Platz), starteten zwei Mannschaften in die Saison 2003/2004.
 
Zwischenzeitlich wurden die Fronten geklärt und die Verantwortung für die U-15 übernahmen Martina Seho und Gilian Ayitey, und für die U-17 zeichneten sich Jürgen Meis und Achim Schlömer verantwortlich. Der erste Aufgalopp in der Meisterschaft wurde mit einem hohen, zweistelligen Sieg der U-15 in Grefrath getätigt und die U-17 konnte ein 3:3 gegen den Gast aus Hemmerden verbuchen. Zielsetzung war, eine schlagfertige Truppe zu formen, die langfristig den Sprung in die Niederrheinliga schaffen sollte.
 
Die U-15 konnte auf Anhieb die Kreismeisterschaft erringen und das U-17 Team ging mit einem zweiten Platz......

Teil VI

durchs Ziel. Durch einige Irritationen übernahm Carlos Pöstges während der Saison die U-15 und Martina Seho schied aus dem Trainerstab aus.


Für die neue Saison sollte der Trainerstab Zulauf bekommen, jedoch kam es zu sehr unrühmlichen Begleiterscheinungen, die der Abteilung fast zum zweiten mal das Genick gebrochen hätte. Gott sei Dank waren einige besonnene Spielerinnen im Team der U-15, die dem Verein nicht den Rücken kehrten. Jedoch blieb ein fader Beigeschmack, da sich 10 Spielerinnen einem anderen Verein anschlossen und durch, nennen wir es "Fehlinformationen", nicht mehr zu einer Rückkehr zu bewegen waren. In dieser Zeit war auch eine Fusion mit dem FSC Mönchengladbach im Gespräch, die aber nicht zustande kam.

Somit war das Ansinnen der Verantwortlichen auf eine harte Probe gestellt, und das U-15 Team hatte nur noch 7 Spielerinnen und keinen Trainer mehr zur Verfügung. Mit Werner Neue konnte kurz vor Saisonstart ein Trainer aktiviert werden, der diese Truppe bei Laune halten musste. Leider verließ uns auch während dieser laufenden Saison Gilian Ayitey und wechselte ebenfalls zum Lokalrivalen nach Rheydt. Die Besonnenheit der Verantwortlichen und Eltern konnte Schlimmeres verhindern, und beide Teams spielten eine ruhigere Saison. Ziel der noch jungen Abteilung war ganz klar formuliert: Aufstieg der U-17 in die Niederrheinliga.

Mit Wolfgang Jennen und Peter Hupertz gesellten sich zwei erfahrene Trainer an die Seite von Jürgen Meis. Achim Schlömer übernahm die Koordination.

Während der laufenden Saison kamen immer mehr Spielerinnen an den Bökelberg (zwischenzeitlich unsere Trainingsstätte), und zur Winterpause konnte mit Josef Wyen ein zweiter Trainer für die U-15 gefunden werden.

Mit vielen guten bis sehr guten Platzierungen bei Turnieren, Feld-, Hallenpokalen und Stadtmeisterschaften, war im Mai die Qualifikationsrunde für die Niederrheinliga geschafft. Ohne Punktverlust und Gegentreffer stieg das Team um die Trainer Jennen, Hupertz und Meis in die Niederrheinliga auf und konnte sich über einen regen Zulauf freuen. Die U-15 konnte trotz anfänglicher Schwierigkeiten noch einen tollen 3. Platz verbuchen und zog, wie auch die U-17, in die Endrunde des FVN Hallenpokals ein.

Die neue Saison wurde mit einer wahren Flut an Neuanmeldungen begonnen und zwischenzeitlich spielten vier Mannschaften in der Meisterschaft.

Mit Peter Popp (SV Walbeck), Udo Thalacker (SC Menrath), Frank Wachmeister (SV Schelsen), Werner Zander (Torwarttrainer) und vielen neuen Betreuerinnen, hatten wir den richtigen Schritt vollzogen. "Leistungsorientiert, jedoch den Spaß nicht aus den Augen verlieren", war das Konzept der Verantwortlichen. Jürgen Meis wurde auf Anfrage des Jugend- und Amateurkoordinators Max Eberl als neuer Frauen- und Mädchenkoordinator installiert. Er hatte ein starkes, erfolgshungriges Team um sich herum, und wenn alles in geordnete Bahnen verlaufen würde, sollte dies erst der Anfang einer konzeptionellen Erfolgsstory werden. Das Ziel war, viele junge Talente in die Frauenmannschaft zu integrieren und mit Ruhe weitere Aufbauarbeit zu leisten. Der Start war bei allen Mannschaften mehr als geglückt.

Teil VII

2004 bis 2008 

Ab dem Jahr 2004 ging es mit der Abteilung nur noch in eine Richtung - vorwärts! Im Mädchenbereich wurden weitere Trainer- und Betreuer/innen in den Stab aufgenommen und erstmalig mit Dennis Dahlmann ein Physiotherapeut in unseren Reihen aktiv. Er kümmerte sich um das Wohlbefinden der Spielerinnen.

Bei den Frauen wurden zwischenzeitlich die Fronten geklärt.

Robert Deußen übernahm die Abwicklung der Spiele, kümmerte sich um alle Belange im Frauenfußball und unterstützte somit Frauentrainer Fritz Claeren.

Mit der wohl jüngsten Mannschaft bis dahin (im Schnitt 19,5 Jahre) war das Ziel "Aufstieg in die Regionalliga" der erhoffte Sprung für die kommende Saison. Mit den Zweitligaspielerinnen Sandra Vosdellen und Sarah Kienitz, Nina Fänger vom FSC Mönchengladbach und den Eigengewächsen Ilona Sieben und Lena Röhnert wurde eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Doch es sollte eine sehr unruhige Saison werden, die mit dem Rücktritt des Trainers Fritz Claeren bereits nach einigen Spieltagen ihren Lauf nahm. U17-Trainer Wolfgang Jennen und Koordinator Jürgen Meis waren an diesem Tag zu Gast beim Spiel in Krefeld. Doch was sich dort abspielte, sollte unkommentiert bleiben. Alle waren nur noch fassungslos vom Auftreten einiger Spielerinnen.

Am nächsten Tag rief Trainer Claeren den Koordinator Meis an und teilte seinen Rücktritt mit. Das Auftreten der Mannschaft in Krefeld sollte aber nicht unter den Tisch gekehrt werden und am Dienstag (dies wurde noch am Sonntag nach dem Spiel besprochen) wurde eine Versammlung mit der Mannschaft einberufen.

Da in der Kürze kein Trainer zu finden war und es auch keinerlei Gespräche mit einem neuen Trainer gegeben hatte, übernahm Koordinator Meis nach Rücksprache mit Amateur- und Jugenkoordinator Max Eberl als Interimstrainer die Aufgabe bis zum Jahresende.

Langsam beruhigten sich die Fronten und es sollte eine tolle Rückrunde des Teams geben. Dies hatte natürlich auch damit zu tun, dass mit Mareike Commotio, Laura Lex und Melanie Lenninghausen drei weitere Zweitligaspielerinnen sich nach Gesprächen mit Jürgen Meis der Borussia anschlossen.Meis beendete den Trainerjob mit dem Ende der Saison.

Für die neue Saison wurden einige Gespräche mit potentiellen Trainern geführt, aber die Mannschaft wollte unbedingt mit dem Trainer Meis in die neue Saison gehen. Da die Doppelfunktion für Meis jedoch zu viel wurde, übernahm Christoph Klug die Koordination und Frank Wachmeister wurde sportlicher Leiter.

Das Frauenteam spielte eine sehr gute Saison und kämpfte mit Fortuna Dilkrath bis zum Schluss um den Titel. Verletzungsbedingte Ausfälle zwangen das junge Team jedoch leider immer wieder zum Handeln, und die Verletztenliste wurde immer länger. Dilkrath stieg auf und es wurde ein neuer Trainer gefunden.

Aus der kurzen Interimsphase für Meis wurden fast zwei Jahre. Aber mit dem neuen Mann an der Seite sollte das Unternehmen "Aufstieg" endlich gelingen.

Der neue Trainer Oliver Lörsch stellte ein starkes Team zusammen. Die Erfahrung von Lörsch war dabei sehr entscheidend. Lörsch hatte u.a. beim FCR Duisburg, in Rheine und Wattenscheid trainiert und war eine feste Größe im Frauenfußball.

Die Saison 2007/2008 war ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FSC, der am Ende auch verdient den Titel holte. Das Lörsch-Team wurde Hallenstadtmeister und stand im Endspiel des FVN-Pokals gegen Bocholt, dass leider im Elfmeterschießen verloren ging.

Aber Trainer Lörsch sollte dennoch der große Schritt Richtung Aufstieg in der nächsten Saison gelingen....................

Bald geht es weiter, bleibt gespannt...................

 


Last Updated (Sunday, 04 November 2012 19:05)